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Leben Sie besser mit Ihrem Diabetes!

Um mit Diabetes besser leben zu können, müssen wir handeln. Entdecken Sie konkrete Ratschläge und einfach zu bedienende Tools.

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Was ist Diabetes?

Der DIABETES MELLITUS entsteht wenn der Körper nicht mehr genug oder gar kein Insulin mehr produziert, oder wenn er nicht mehr fähig ist das produzierte Insulin effizient zu verarbeiten. Ohne Insulin ist der Körper unfähig die benötigte Energie aus der Nahrunng aufzunehmen und diese zu verwerten.

INSULIN ist ein Hormon, welches in der BAUCHSPEICHELDRÜSE gebildet wird. Der Grossteil der Nahrungsmittel den wir konsumieren wird in Glukose, eine Form des Zuckers aus dem der Körper Energie schöpft, umgewandelt. Das Insulin hilft der Glukose in die Zellen des Körpers einzudringen um dort in Energie umgewandelt zu werden. Sollte kein Insulin vorhanden sein, sammelt sich die Glukose im Körper an, anstatt in die Zellen aufgenommen zu werden.

Diabetes: Was ist das?

Es existieren zwei Arten von Diabetes

Typ 1 Diabetes


Früher insulinabhängiger Diabetes genannt, weil diese Art der Erkrankung Insulin zum Überleben benötigt. Typ 1 Diabetes entsteht dann, wenn der Körper kein oder nur sehr wenig eigenes Insulin produzieren kann. Die einzige Behandlungsmöglichkeit ist Insulin, das per Injektion verabreicht werden muss.

Typ 1 Diabetes zeigt sich meist bei Kindern und Jugendlichen, kann aber auch bei Erwachsenen festgestellt werden. Ungefähr 5-10% der Diabetiker sind von Typ 1 betroffen.

Symptome:

Meistens tritt Typ 1 Diabetes akut in Erscheinung und kann von folgenden Symptome begleitet werden:

  • Vermehrter Harndrang
  • Starker Durst und Mundtrockenheit
  • Müdigkeit / Apathie
  • Ständiges Hungergefühl
  • Perte de poids soudaine
  • Sehprobleme
  • Wiederkehrende Infektionen

Typ 2 Diabetes


Früher nicht-insulinabhängiger Diabetes genannt,weil diese Form der Erkrankung nicht direkt Insulin zur Stoffwechsel-kontrolle braucht.

Typ 2 Diabetes macht sich bemerkbar wenn der Körper nicht mehr fähig ist genug Insulin zu produzieren oder sich eine gewisse Insulinresistenz entwickelt (das produzierte Insulin ist weniger wirksam). Behandlungsmöglichkeiten sind Gewichtsreduktion, regelmässige Bewegung und/oder orale Medikation. Typ 2 Diabetes tritt hauptsächlich bei Erwachsenen auf, in letzter Zeit konnte allerdings eine stetig steigende Verbreitung bei jungen Leuten beobachtet werden.

Typ 2 Diabetes ist bei Weitem die häufigste Art von Diabetes: 90% der Diabetiker leiden an dieser Art der Krankheit.

Symptome:

Der Typ 2 Diabetes macht sich schleichend bemerkbar und ist deshalb schwierig zu erkennen. Es können sich auch die Symptome des Typ 1 Diabetes bei Typ 2 Diabetikern bemerkbar machen, allerdings in weniger starker Ausprägung. Einige von Diabetes Typ 2 betroffene Personen zeigen keine frühzeitigen Symptome, wodurch die Krankheit erst nach Jahren der Entstehung entdeckt wird. In fast der Hälfte der Fälle zeigen sich zu diesem Zeitpunkt bereits diverse Komplikationen die dem Diabetes zuzuschreiben sind.

Wer ist dem Diabetesrisiko ausgesetzt?

Die Risikofaktoren für den Typ 1 Diabetes sind nicht genau festgelegt; man weiss allerdings, dass genetische und Umweltfaktoren die Krankheit hervorrufen können.

Obwohl der Typ 2 Diabetes meistens bei Erwachsenen auftritt, erkranken auch immer mehr Jugendliche in der ganzen Welt an dieser Art von Diabetes. Es kann deshalb jeder, egal welchen Alters und egal welcher Herkunft jederzeit an Diabetes erkranken.

Einige Faktoren erhöhen das Risiko an Typ 2 Diabetes zu erkranken:

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Übergewicht
(80% der Diabetiker bringen zu viel Gewicht auf die Waage, besonders im Bauchbereich)

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Erhöhter Bauchumfang

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Alter (über 40 Jahre)

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Bewegungsmangel

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Vorbelastung in der Familie (bestehender Diabetesfall in der Familie)

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Schwangerschaft mit einem schweren Baby oder früherer Schwangerschaftsdiabetes

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Eine veringerte Glukosetoleranz

Weitere Informationen über die Diabetesrisiken und deren Prävention finden Sie in der Broschüre "Übergewicht bekämpfen, Diabetes vorbeugen, wir alle sind betroffen". Die Broschüre können Sie auch auf Anfrage, Tel: 48 53 61 oder mail: , erhalten.

Hier berechne ich mein Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes innerhalb der nächsten zehn Jahre

Gibt es ein Heilmittel?

Der Diabetes ist unheilbar, ABER es existieren verschiedene, effiziente Behandlungsmethoden. Eine gute Diabeteseinstellung inkludiert u.a. den Glukosewert so nahe wie möglich an den normalen Werten zu halten. Um dies zu erreichen sollte man folgende Dinge beachten:

  • Regelmässige, körperliche Bewegung
  • Gesunde Ernährung
  • Gewichtsabnahme
  • Regelmässige Blutzuckerkontrolle
  • PWenn nötig, die Einnahme von Medikamenten in oraler Form oder als Insulininjektion

Was sind die Komplikationen bei Diabetes?

Ist der Blutzuckerwert über lange Zeit erhöht, richtet er an kleinen und grossen Blutgefässen sowie an Nerven Schaden an. Falls keine angepasste Behandlung und Schulung erfolgt, können diverse Komplikationen auftreten:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankung
  • Augen- und Netzhauterkrankheiten bis hin zur Blindheit
  • Nierenkrankheiten die zur Dialyse führen können
  • Neurologische Krankheiten (Neuropathie)
  • Geschwürbildung an Füssen mit Risiko von Amputation der unteren Gliedmassen

Diabetes und Schwangerschaft

Pregnant woman

Eine andere Art von Diabetes, Schwangerschaftsdiabetes genannt, kann bei Frauen auftreten die noch keine Diabetikerinnen sind. Diese Krankheit betrifft 2-5% aller Schwangerschaften, verschwindet in der Regel aber nach der Geburt wieder. Frauen die in der Schwangerschaft jedoch Diabetes entwickelt haben, haben ein erhöhtes Risiko im späteren Leben Typ 2 Diabetes zu entwickeln.

Informieren Sie sich: Diabetesratgeber

Die ALD freut sich Ihnen die Broschüre "Diabetesratgeber", verfügbar in 3 Sprachen, zu präsentieren. Die Broschüre wurde von Mitgliedern der INFEDIAB Gruppe (INFirmi(è)res pour l’EDucation du DIABète) zusammengestellt.

Ziele der Ernährung bei Diabetes

poidsideal

Idealgewicht erreichen oder halten

complicationsdiabete

Große Blutzuckerschwankungen vermeiden

elevationsglycemie

Spätkomplikationen des Diabetes verhindern

plaisirmanger

Die Freude am Essen behalten

Die Ernährung eines Diabetikers ist gleichzustellen mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, so wie es eine Person ohne Diabetes auch tun sollte in Bezug auf sein Alter, sein Gewicht und seine sportliche Betätigung.

Die goldene Regel einer ausgewogenen Ernährung ist eine abwechslungsreiche, gemäßigte Kost, aufgeteilt in 3 Hauptmahlzeiten und 1-2 Zwischenmahlzeiten. Ein Diabetiker soll qualitativ und quantitativ das gleiche essen wie ein Nichtdiabetiker selben Alters, Gewichts und mit einem ähnlichen Bewegungspensum.

Praktische Ratschläge zur Kontrolle von Gewicht und Blutzucker

  • 3 ausgewogene Mahlzeiten pro Tag, keine Mahlzeit auslassen
  • Ballaststoffreiche Kost wählen, die dem Hungergefühl angepasst ist: Vollkornbrot, -reis, -nudeln, Getreide, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse.
  • Synthetischen Süßstoffe (z.B. Aspartam, Cyclamate, Saccharin, Sukralose, Stevia, Polyole,…) oder Nahrungsmittel, welche solche enthalten nur gelegentlich verzehren
  • Produkte die mit Fruktose gesüßt sind meiden

Zusammensetzung einer gesunden Mahlzeit

recette

Gesunder Teller

  • Gemüse: bei jeder Hauptmahlzeit (mindestens 1/2 des Tellers)
  • Eiweißhaltiges Nahrungsmittel: Fleisch, Fisch, Ei, Vegetarische Eiweiße (1/4 des Tellers)
  • Stärkehaltige Lebensmittel, bei jeder Mahlzeit  (1/4 des Tellers): Nudeln, Reis, Linsen, Kartoffeln, Brot
  • Eventuell 1 Nachtisch: Obst oder mit Süßstoff gesüßter Nachtisch

Getränke

1,5 -2 Liter Wasser pro Tag

  • Wasser enthält keine Kalorien und kann entweder in reiner Form genutzt werden oder als Kaffee, Tee, Brühe, Suppe, aromatisierte Getränke ohne Zucker,…
  • Bestimmte „Light“ Getränke können ebenfalls genossen werden. Sie enthalten Süßstoffe und haben keine oder wenig Kalorien.
  • Süße Getränke, Säfte, Limonaden,… sind fast gänzlich „verboten“, sie enthalten viel Zucker und erhöhen den Blutzucker sehr stark.

Gemüse

nach Belieben, bei jeder Hauptmahlzeit

  • Ballaststoffreich
  • Enthält Vitamine und Mineralien, kaum Fett
  • Roh oder gekocht verzehren
  • Fördert das Sättigungsgefühl und unterstützt die Verdauung

Frisches Obst

zwei bis drei Stück täglich

  • Enthält Kohlenhydrate
  • Reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen
  • Ganze Früchte vorziehen

Stärkehaltige Lebensmittel und Brot

bei jeder Mahlzeit (1/4 des Tellers)

  • Nudeln, Reis, Linsen, Kartoffeln, Brot, ... geben dem Körper Energie und stillen den Hunger.

Fleisch, Fisch, Eier oder pflanzliche Eiweiße

ein bis zweimal pro Tag (1/4 des Tellers)

  • Eiweiß- und Eisenquelle
  • Wurst, Saucen und Paniertes nur in kleinen Mengen genießen
  • Fettarmes Fleisch vorziehen und/oder ein Milchprodukt

Milch und Milchprodukte

zwei bis drei Portionen am Tag

  • Eiweiß- und Kalziumquelle
  • Fettreduzierte Lebensmittel wie teilentrahmte Milch, Joghurt und Quark mit 20% Fettgehalt bevorzugen

Öle und Fette

einen Suppenlöffel pro Mahlzeit

  • Pflanzliche Fette (Margarine und Öle) bevorzugen

Extras

(Genussnahrung)

  • Wenig nahrhafte, gesüßte Lebensmittel wie Kekse, Bonbons, Schokolade Marmeladen, Kuchen,… vermeiden
  • Nachtisch und Süßigkeiten können in kleinen Mengen verzehrt werden; Cremes auf Quarkbasis vorziehen
  • Alkoholische Getränke können in kleinen Mengen konsumiert werden. Aber Vorsicht: Alkohol hat sehr viele Kalorien (1gr = 7kcal)

Zwischenmahlzeiten

Zwischenmahlzeiten: sind nicht immer notwendig.

Bei Hungergefühl zwischen den Mahlzeiten oder wenn die Diabetestherapie dies verlangt, kann ein kalorienarmer Imbiss, der den Blutzucker nicht zu stark erhöht, verzehrt werden.

Beispiele für Zwischenmahlzeiten :

Wenig Einfluss auf den Blutzucker
  • 1 frisches Obst
  • 50 g dunkle Schokolade
  • 1 Joghurt
  • 1 Portion Milchreis
Mäßig Einfluss auf den Blutzucker
  • 1 Banane
  • 4 Kekse
  • 2 Kekse und 1 Glas teilentrahmte Milch
  • 1 Scheibe Brot mit Magerkäse
Starker Einfluss auf den Blutzucker
  • 1 Schüssel Cornflakes mit teilentrahmter Milch
  • 1 Müsliriegel
  • 30 g Trockenobst

Rohkost kann zu jeder Tageszeit nach Belieben verzehrt werden!

Ratschläge für ein gesundes Herz

  • Nahrungsmittel mit gesättigten Fetten reduzieren  wie z.B. Speck, Schmalz, Wurstwaren, Frittiertes, Käse über 40% Fett, Schokolade, Kekse, Eiscreme, Kuchen, Muffins, Gebäck aus dem Handel,…
  • Ungesättigte Fette bevorzugen: fetter Fisch, Nüsse und Körner, Oliven, pflanzliche Öle (Raps, Olive, Soja,...)
  • Salzreiche Nahrungsmittel limitieren: Wurst, gesalzene Snacks, Fertigspeisen, Tiefkühlkost, Marinaden, Saucen (Soja, BBQ, Ketchup,...), Suppen und Salatdressing aus dem Handel, usw.

Blutzuckerspiegel

Unter Blutzucker- oder Glucosespiegel versteht man den Gehalt der Glucose im Blut.

Die Konzentration wird in Milligramm Glukose pro Deziliter Blut (mg/dl) oder, seltener in Luxemburg, in Millimol Glukose pro Liter Blut (mmol/l) gemessen.

Der Blutzuckerspiegel ist ein wesentlicher Indikator bei der Diagnose und Überwachung von Diabetes.

Die Bedeutung der Blutzuckerüberwachung

Blutzuckertests sind Teil der Selbstkontrolle bei Personen mit Diabetes. Sie helfen den Diabetes zu überwachen und darauf zu reagieren.

Es gibt viele verschiedene Modelle von Blutzuckermessgeräten (Glukometer). Mit der Entwicklung der Technologien sind diese Geräte immer genauer und zuverlässiger geworden.

Die Blutzuckerselbstkontrolle ermöglicht es Diabetikerpatienten, ihre Krankheit zu kontrollieren und ihre Ernährung, körperliche Aktivität und Behandlung anzupassen.

Die tägliche Anzahl der Blutzuckermessungen variiert normalerweise zwischen 3 und 6 Mal pro Tag. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihr Diabetes-Team, wann und wie oft Sie Ihren Blutzuckerspiegel testen sollten.

Blutzuckerwerte

Nüchternblutzuckerwerte in einer Blutanalyse:

Normale Blutzuckerwerte

70-100 mg/dl

Erhöhte Blutzuckerwerte (Prädiabetes)

100-126 mg/dl

Diabetes

> 126 mg/dl

Empfohlene Werte bei Menschen mit Diabetes:

Nüchternwert

70-120 mg/dl

2 Stunden postprandial (nach dem Essen)

70-160 mg/dl

Diese Zielwerte können je nach verschiedenen Gegebenheiten wechseln. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um Blutzuckerziele festzulegen, die Ihrem Profil entsprechen, damit ein gutes metabolisches Gleichgewicht gewährleistet ist.

Wenn Ihr Blutzucker zu hoch ist, spricht man von einer Hyperglykämie. Ist er zu niedrig, spricht man von einer Hypoglykämie.

Die kapillare Blutzuckermessung

Bei der Blutzuckermessung wird mit einer Lanzette in die Fingerspitze gestochen, um einen Tropfen Blut zu entnehmen, der dann auf einen Teststreifen aufgetragen wird, der in ein Blutzuckermessgerät eingeführt wurde. Die Lesung erfolgt augenblicklich.

Richtig messen

washhand

01.

Waschen Sie Ihre Hände mit Seife und spülen Sie sie gut ab.
Vorsicht: Vermeiden Sie alkoholhaltige Lösungen, sie sind eine Quelle für falsche Ergebnisse.
Verwenden Sie kein Handdesinfektionsgel unmittelbar vor dem Blutzuckertest!

dryhand

02.

Trocknen Sie sie gründlich ab.

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03.

Führen Sie eine Lanzette in die Stechhilfe ein.

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04.

Überprüfen Sie die Tiefeneinstellung der Stechhilfe.

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05.

Führen Sie einen Teststreifen in das Messgerät ein.

choose-piqure-hand

06.

Wählen Sie den Einstichort und denken Sie daran, regelmäßig die Stelle zu wechseln.
Verwenden Sie den Mittel-, Ring- oder Kleinfinger beider Hände, vermeiden Sie Daumen und Zeigefinger .

piqure-hand

07.

Stechen Sie seitlich ein.
Meiden Sie die Fingerkuppe.

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08.

Lassen Sie den Blutstropfen durch den Teststreifen aufsaugen.
Drücken Sie mit einer Kompresse auf die Einstichstelle.

results

09.

Warten Sie und notieren Sie das Ergebnis.

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10.

Entsorgen Sie den Abfall in einem gelben Behälter der SuperDrecksKëscht.

Alternativen zur Blutzuckermessung

Seit einigen Jahren gibt es Blutzuckermessgeräte mit Sensoren, bei denen man sich nicht mehr in die Finger stechen muss!

Diese Sensoren müssen in regelmäßigen Abständen gewechselt werden. 

Die Glukose wird in der interstitiellen Flüssigkeit (Flüssigkeit zwischen den Zellen und den Blutkapillaren) gemessen. Die vom Sensor gemessenen Werte werden an einen Empfänger (Smartphone, Blutzuckermessgerät, Insulinpumpe,...) übertragen, der alle Daten speichert. Der Blutzuckerspiegel ist somit jederzeit ablesbar.

Es bestehen 2 Systeme der kontinuierlichen Blutzuckermessung

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  • Die FGM  (Flash-Glukose-Überwachung): 
    • FreeStyle Libre der Firma ABBOTT
  • Die CGM  (kontinuierliche Glukoseüberwachung):
    • DEXCOM G6
    • MEDTRONIC Guardian/Enlite

Einige dieser Messgeräte sind mit einem Alarmsystem ausgestattet, die Hypo- und Hyperglykämien melden.

Es ist zu beachten, dass die im subkutanen Bereich (interstitiellen Flüssigkeit) gemessene Glukose vom Blutzuckerspiegel abweichen kann.

Zur Zeit, ist dieses System nur Personen die mit Insulin behandelt werden und sich mehrmals am Tag spritzen vorbehalten.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihr medizinisches Fachpersonal.

Blutzucker-Fernüberwachung

Ärzte, die Menschen mit Diabetes betreuen, können ihre Patienten bitten, ihnen die vom Sensor gesammelten Daten zu übermitteln.

Die gemessenen Blutzuckerwerte werden entweder direkt über eine sichere Online-Plattform oder auf Anfrage an das Gesundheitsteam gesendet.

Die Blutzuckereinstellung kann so von den betreuenden Ärzten des Patienten überwacht werden.

Was ist eine Unterzuckerung oder Hypoglykämie?

Man spricht von Unterzucker, wenn der Blutzuckerspiegel unter 60 mg/dl (3,3 mmol/L) sinkt.

Die Warnzeichen für eine Unterzuckerung sind zahlreich, die verschiedenen Symptome können individuell auftreten und können von einem Mal zum andern  unterschiedlich sein.

  • Zittern
  • Schwitzen
  • Blässe
  • Herzklopfen
  • Hunger
  • Kribbeln in den Beinen
  • Kribbeln auf den Lippen oder der Zunge
  • Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Sehstörungen
  • Schwindel
  • Verwirrung
  • Verhaltensstörungen

Die Ursachen für eine Hypoglykämie :

  • Zu geringe Kohlenhydratzufuhr
  • Ungewohnte körperliche Betätigung
  • Unangepasste Behandlung (zu viele orale Antidiabetika, welche die Insulinproduktion anregen, zu viel Insulin)
  • Alkoholkonsum
  • Erbrechen (Magen-Darm-Grippe...)

Häufige Fragen über Unterzuckerungen

Ohne Zweifel können Unterzuckerungen gefährlich werden, wenn Sie unbemerkt eine Hypoglykämie während einer Tätigkeit bekommen, in der Sie sich selbst oder andere in Gefahr bringen können: etwa beim Autofahren, beim Bedienen von Maschinen, beim Schwimmen oder beim Klettern.

Der Körper verfügt über verschiedene Schutzmechanismen um einen Blutzuckerabfall zu stoppen und den Blutzucker wieder ansteigen zu lassen. Auch läßt die Wirkung des gespritzten Insulins, welches eine Hypoglykämie ausgelöst hat, zunehmend nach, so dass der Blutzucker normalerweise wieder von alleine steigt.

Werden diese Schutzmechanismen des Körpers jedoch außer Kraft gesetzt, z.B. durch exzessiven Alkoholgenuß oder Drogenmißbrauch, kann eine Gefahr nicht ausgeschlossen werden, sowie auch   bei Epilepsie , Herz-Kreislauf-Erkrankung  oder schweren diabetesbedingten Augenschäden.

Die allermeisten Unterzuckerungen haben jedoch keine schwerwiegenden Folgen und es gibt somit keinen Grund, sich besonders zu ängstigen oder aus Furcht vor Unterzuckerungen seine bisherige Lebensführung drastisch umzustellen.

Nein, darüber müssen Sie sich keine großen Sorgen machen. Zwar kann es während einer Unterzuckerung kurzfristig aufgrund des Zuckermangels des Gehirns zu deutlichen Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit kommen, die sich zum Beispiel in Konzentrationsstörungen, Koordinierungsschwierigkeiten und Störungen des Gedächtnis äußern können. Diese verschwinden aber sobald sich der Blutzucker wieder normalisiert hat. Hierdurch sind keine bleibenden Beeinträchtigungen zu erwarten.

Da während der Nacht bei Gesunden, wie auch bei Menschen mit Diabetes, der Blutzuckerspiegel in der Regel niedriger und die Insulinempfindlichkeit höher ist als tagsüber, ist die Unterzuckerungsgefahr zu diesem Zeitpunkt auch größer. Das Problem: während des Schlafes sind Unterzuckerungen nur sehr schwer selbst zu bemerken.

Oft kann man nur aufgrund eines erhöhten Nüchternwertes, eines unruhigen Schlafes oder der verschwitzten Bettwäsche nachträglich vermuten, daß der Blutzucker in der Nacht tief war. Nächtliche Unterzuckerungen können jedoch sicher nur durch Blutzuckermessungen in der Nacht erkannt werden. Dabei helfen Systeme zur kontinuierlichen Blutzuckermessung die genauere Informationen über den nächtlichen Verlauf der Blutzuckerwerte geben.

Solche Zuckermessungen  in der Nacht haben gezeigt, dass viele Diabetiker nächtliche Unterzuckerungen machen, die in der Regel nicht bemerkt werden.

Während einer Unterzuckerung kommt es vorwiegend zu negativen Veränderungen der Stimmung: Gefühle der Niedergeschlagenheit, des Ärgers und der Antriebslosigkeit nehmen zu, während positive Empfindungen wie Glücksgefühle oder Euphorie abnehmen. Sehr wahrscheinlich beeinträchtigt der Zuckermangel die Gehirnregionen, die für das Gefühlsleben zuständig sind. Vielfach erleben die Betroffenen daher, daß sie keine oder nur noch wenig Kontrolle über ihre Gefühle haben. Daneben können die im Unterzucker ausgeschütteten Hormone zu emotionalen Veränderungen beitragen.

Auf das wohlmeinende Hilfsangebot anderer reagieren Patienten oft abweisend, manchmal sogar sehr aggressiv und verleugnen eher  den Unterzucker. Dies führt nicht selten zum Konflikt mit den Angehörigen oder Freunden. Der Grund für dieses schroffe Verhalten während einer Unterzuckerung ist vor allem der zunehmende Kontrollverlust der oft innerlich Angst auslöst, gegen die der Betroffene sich zu wehren versucht.

Aufgrund des zunehmenden Zuckermangels im Gehirn ist dieses Verhalten jedoch dann nicht mehr zielgerichtet. Die beste Lösung  ist dann, nicht lange darüber zu diskutieren, ob eine Unterzucker vorliegt oder nicht, und in einer ruhigen, beharrlichen Art und Weise darauf zu bestehen, daß der andere etwas Süßes, z.B. Traubenzucker zu sich nimmt.

Obwohl Hypoglykämie-Anzeichen manchmal sehr unangenehm sind, kündigen sie eine Unterzuckerung an und bieten so den besten Schutz vor unerwarteten Unterzuckerungen. Fehlen diese, so besteht jederzeit die Gefahr, daß ohne Vorwarnung eine Hypo auftritt. Eine wichtige Ursache dafür ist, daß aufgrund sehr häufiger tiefer Blutzuckerwerte die körpereigenen Warnsymptome sich nicht mehr oder nur sehr spät bemerkbar machen.

Hier macht es Sinn, durch die konsequente Vermeidung tiefer Blutzuckerwerte (vor allem auch nachts!) die Schwelle, ab der die Warnsymptome ausgelöst werden, wieder anzuheben. Es kann auch sinnvoll sein, den Blutzucker regelmäßig zu messen oder sich von anderen helfen zu lassen, die häufig Unterzuckerungen eher erkennen als man selbst.

WICHTIG: Immer Zucker bei sich haben!

Sugar

Die Regel ist : "15 g Zucker und 15 Minuten", d.h. man soll wenigstens 15 g Zucker zu sich nehmen, die Symptome der Unterzuckerung verschwinden normalerweise nach 15 Minuten und wenn nicht, dann sollte man nach diesen 15 Minuten nochmals 15 g Zucker zu sich nehmen.

Sie können auch mehr als 15 Gramm einnehmen, aber dadurch verschwinden die Symptome nicht schneller und es besteht die Gefahr einer späteren Hyperglykämie. Andererseits wäre es ein Fehler, länger als 15 Minuten mit der Einnahme von Zucker zu warten, wenn die Symptome noch nicht vollständig verschwunden sind.

Unterzuckerung – Was kann ich essen?

Wichtig ist, wenn man bei einem Unterzucker seinen Blutzucker schnell wieder heben will, dass das Lebensmittel rasch seine Zuckerbestandteile frei gibt. Ideal ist, wenn der Zucker sich direkt im Mund freisetzt, weil die Zuckerbausteine über die Schleimhäute am schnellsten aufgenommen werden. Deshalb kommen nur Süßigkeiten in Frage, die sich schnell auflösen oder einfach zu kauen sind: Bonbons, die man erst langsam lutschen muß, oder Schokoriegel, wo der Zucker im Fett « eingelagert » ist, sind ungeeignet.

Traubenzucker : die ideale Lösung

Am häufigsten wird Traubenzucker bei einem Unterzucker verwendet, er ist praktisch, löst sich schnell auf und es gibt ihn in vielen Formen und Geschmacksvarianten :

  • Dextro Energy Plättchen:
    2 dieser Quadrate entsprechen 10 g Zucker. Durch ihre Einzelverpackung lassen sie sich gut in die Tasche stecken
  • Traubenzuckerbonbons:
    praktisch sind diese kleinen Bonbons, weil sie sich leicht in den Mund stecken. Einzeln verpackt, können sie gut in der Hosentasche transportiert werden. 5 Bonbons entsprechen 10 g Zucker.
    Bei einer Unterzuckerung 5-6 dieser Bonbons auszupacken ist aber nicht unbedingt eine leichte Sache, besser geht es da mit Traubenzuckerrollen.
  • « Mini »Traubenzucker:
    gut zu kauen sind auch die Dextro Energy minis. Die kleinen Quadrate lösen sich sehr schnell im Mund auf, wenn man sie zerbeisst. Praktisch ist auch, dass sie nicht ausgepackt, sondern nur aus der Schachtel genommen werden müssen. 8 Miniplättchen enthalten 10 g Zucker
  • Flüssigtraubenzucker von Carrero:
    spezial für Diabetiker, in 15 Zentimeter langen schlauchförmigen Beuteln verpackt, einfach und praktisch zu transportieren. Ein Beutel enthält +/- 12 g Zucker (1 BE).

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Die Zeitung der ALD erscheint viermal im Jahr und wird an alle Mitglieder verschickt.

Die Artikel sind in Deutsch und Französisch verfasst, aber Sie finden auch Kolumnen in Luxemburgisch und Portugiesisch.

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