Empfehlungen beim Gebrauch von Rosiglitazon in der Behandlung von Typ 2 Diabetes
Die Ergebnisse von Dutzenden Untersuchungen hätten ergeben, dass das Risiko für einen Herzinfarkt mit der Einnahme von Avandia um 43 Prozent steige, hieß es in der Studie, die kürzlich vom „New England Journal of Medicine“ im Internet veröffentlicht wurde. Zwar hätte ihnen für die Studie der Zugang zu einigen Original-Daten gefehlt. Trotzdem „sollten Patienten und Anbieter berücksichtigen, dass Rosiglitazone zur Behandlung von Typ 2 Diabetes ernst zu nehmende Nebeneffekte auf das Herz-Kreislauf-System haben könnte.“
Die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA forderte daraufhin Diabetiker, die mit Avandia behandelt werden, auf, mit ihrem Arzt zu sprechen. Sie verlangte jedoch keine strengere Warnung auf der Medikamentenpackung.
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) sieht jedoch keinen Grund, um vor möglichen kardiovaskulären Risiken von Rosiglitazon zu warnen.
Als Grund wird die Fachinformation genannt, die bereits eine Kontraindikation für den Einsatz bei Herzinsuffizienz beinhaltet.
Desweiteren wird auf die baldige Publikation einer Zwischenauswertung der RECORD-Studie gewartet. Diese randomisierte kontrollierte Studie untersucht den Einfluss von Rosiglitazon auf kardiovaskuläre Ereignisse als primären Endpunkt.
Experten erklärten, das Risiko beim Gebrauch dieses doch sehr wirksamen Medikamentes sei insgesamt weiterhin gering und könne weiterhin verschrieben werden, die bekannten Kontraindikationen sollten jedoch gewissenhaft respektiert werden (Herzinsuffizienz, Insulinbehandlung...).
Die Patienten sollten auf keinen Fall das Mittel selbstständig absetzen, sondern zunächst mit einem Arzt sprechen.
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