Weltdiabetikertag 2008 „Kein Kind sollte an Diabetes sterben.”
Ketoazidose: Typ 1-Komplikation
Die diabetische Ketoazidose (DKA) ist die lebensbedrohliche Folge eines unbehandelten oder schlecht eingestellten Typ-1-Diabetes. Sie tritt auf, wenn dem Körper kein oder nicht ausreichend Insulin zur Verfügung steht, das die Organe und Gewebe zur Aufnahme von Zucker aus dem Blut benötigen, um diesen in Energie umzuwandeln. Dies führt zu einer unterschiedlich ausgeprägten Hyperglykämie. In der Folge greift der Körper auf seine einzigen alternativen Ressourcen zurück - die Fettreserven. Beim Fettabbau entstehen jedoch Säureabfallprodukte, so genannte Ketone, die das chemische Gleichgewicht des Körpers empfindlich stören.
Anzeichen einer Ketoazidose
Mit der Entstehung der Ketone kommt es zu den typischen Symptomen der Ketoazidose:
• Kurzatmigkeit,
• schneller Herzschlag,
• obstähnlicher Geruch,
• Schmerzen im Unterleib,
• Erbrechen und Müdigkeit.
Die DKA ist weltweit Todesursache Nummer 1 und häufigster Auslöser einer Behinderung bei Kindern mit Typ-1-Diabetes. Ohne Behandlung führt sie unweigerlich zum Tod. Zwischen 60 und 90 Prozent aller im Zusammenhang mit einer diabetischen Ketoazidose auftretenden Todesfälle sind Folge eines Hirnödems bzw. einer Hirnschwellung - eines Phänomens, das nur bei Kindern auftritt.
Therapie: Flüssigkeit und Insulin
Die Behandlung der diabetischen Ketoazidose besteht in der Gabe von größeren Flüssigkeitsmengen und von Insulin in die Venen. Wegen der Schwere des Krankheitsbildes ist eine stationäre Behandlung erforderlich.
Prävention der Ketoazidose
Bei bis zu 40 Prozent aller neu diagnostizierten Menschen mit Typ-1-Diabetes liegt bei Diagnosestellung eine Ketoazidose vor. Schwere Azidosen entwickeln sich häufig über einen längeren Zeitraum, in dem die durch den erhöhten Blutzuckerspiegel verursachten Symptome falsch interpretiert werden. Das frühzeitige Erkennen der Symptome kann schon ausreichen, um die schwerwiegenden Folgen einer Ketoazidose zu verhindern.
Erkennen Sie die Diabetes-Warnzeichen*
• Häufiges Wasserlassen
• Übermäßiger Durst
• Gesteigerter Hunger
• Gewichtsverlust
• Müdigkeit
• Mangelndes Interesse und Konzentrationsstörungen
• Sehstörungen
• Erbrechen und Bauchschmerzen (häufig)
*Bei Kindern mit Typ-2-Diabetes treten diese Symptome häufig nur abgeschwächt oder auch gar nicht auf.
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