Diabetes und Fusspflege
Je besser der Diabetes eingestellt ist, um so geringer ist das Risiko, dass eine Nervenschädigung auftritt. Bei mehr als der Hälfte der Diabetiker, die ihre Stoffwechselerkrankung schon über zehn Jahre haben, liegen allerdings Schädigungen, so genannte Neuropathien, vor. Diese Patienten verlieren das Gefühl in den Füßen oder Händen. Die Folge: Sie bemerken oft gar nicht mehr, wenn sie sich verletzen.
Bei diesen Nervenschädigungen treten anfangs häufig keine Symptome auf. Es kann aber auch zu Kribbeln, “Ameisenlaufen”, unangenehmem Brennen, einschießenden Schmerzen und später zu einem Gefühlsverlust in Fingern und Zehen kommen
Der Schaden, den die Zuckerkrankheit an den kleinen Blutgefäßen anrichtet, kann u.a. dazu führen, dass die Füße nicht mehr ausreichend durchblutet werden. Etwa 40 Prozent der Diabetiker weisen zusätzlich zur Nervenschädigung auch relevante Durchblutungsstörungen auf.
Um unbemerkte Verletzungen zu vermeiden, ist es wichtig, dass Patienten mit Nervenschädigungen einige einfache, aber sehr wirkungsvolle Verhaltensregeln befolgen:
Tipps für die Fusspflege
- Kontrollieren Sie täglich den Zustand Ihrer Füße, verwenden Sie, wenn nötig hierzu einen Spiegel, um die Fußunterseite zu betrachten.
- Stellen Sie Rötungen, Schwellungen, Risse oder Verletzungen in der Haut fest, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Arzt.
- Gehen Sie nicht barfuß! Auch nicht im Haus oder am Strand!
- Tragen Sie adäquat passende, weiche Schuhe - immer mit Socken oder Strümpfen - damit Sie sich keine Blasen laufen.
- Kontrollieren Sie die Schuhe vor dem Anziehen auf Fremdkörper, damit z.B. keine kleinen Steinchen zu Druckstellen führen können.
- Kaufen Sie neue Schuhe am Nachmittag, wenn die Füße etwas angeschwollen sind. Schuhe, die dann nicht drücken, tragen sich den ganzen Tag über bequem.
- Tragen Sie neue Schuhe anfangs nicht länger als ein oder zwei Stunden pro Tag.
- Vermeiden Sie nasse Füße durch Regen oder Schnee.
- Mit harnstoffhaltiger Creme können Sie die Haut der Füße geschmeidig halten, denn die Nervenschädigungen führen zu trockener rissiger Haut.
- Vermeiden Sie lange Fußbäder, die die Haut aufweichen.
- Trocknen Sie die Füße gut mit einem weichen Handtuch ab, besonders zwischen den Zehen. Vermeiden Sie dabei zu starkes Rubbeln, um die Haut nicht zu verletzen.
- Eine verletzungsfreie Fußpflege ist wichtig. Deshalb verzichten Sie auf scharfe Instrumente!
- Bereitet Ihnen das Schneiden der Zehennägel Probleme, wenden Sie sich an eine professionelle Fußpflege.
- Behandeln Sie verhornte Hautstellen nicht selber, auch nicht mit Hornhautentfernungspflaster.
- Rauchen Sie nicht! Rauchen verengt die kleinen Blutgefäße.
Neuigkeiten
Es gibt keine Neuigkeiten
Newsletter
Contact
Maison du Diabète
143, rue de Mühlenbach
L-2168 Luxembourg-Eich
Tel.: +352 48 53 61
Fax: +352 26 123 748
Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch, Freitag
9 - 16 Uhr
(außer Schulferien)
