Hohen Blutfettwerten vorbeugen: mit der richtigen Ernährung!


Fette werden mit der Nahrung aufgenommen und auch im Körper gebildet, deshalb ist ein gewisser Fettgehalt im Blut normal. Steigen die Blutfettwerte, d.h. Cholesterin- oder Triglyzeridwerte über eine bestimmte Grenze (siehe Tabelle) werden sie zum Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen.

Zuviel Fett im Blut tut nicht weh (genauso wie Zucker!), doch mit der Zeit führt es zu Schäden an den Blutgefäßen. Das Fett, insbesondere das Cholesterin, lagert sich an den Gefäßwänden ab, so dass diese immer enger werden und an Elastizität verlieren: man spricht von Arterienverkalkung oder Arteriosklerose.


Gesunde Blutfettwerte bei Diabetes:Huile

 

  • Gesamtcholesterin <185 mg/dl
  • LDL-Cholesterin (“böses” Cholesterin) <115 mg/dl
    HDL-Cholesterin (“gutes” Cholesterin) > 46 mg/dl
  • Triglyzeride (eigentliches Fett) <150 mg/dl


(*Empfehlungen der European Diabetes Policy Group), (Cholesterin ist eigentlich kein Fett sondern ein “Fettbegleitstoff”, LDL und HDL sind die “Transporteure” des Cholesterins)


PoissonsDie Ernährung macht’s!

Bei allen Fettstoffwechselstörungen spielt die Ernährung eine zentrale Rolle in der Behandlung, auch wenn zusätzlich eine medikamentöse Therapie angewandt wird. Dabei hat das Nahrungsfett einen wesentlichen Einfluss auf die Blutfettwerte.
Tipps für die tägliche Fettauswahl:

  • Öle bevorzugen (z.B. Raps-, Oliven-, Erdnuss-, Soja-, Sesam-, Lein-, Distel-, Sonnenblumenöl…) und weniger feste Fette verwenden (Butter, Schmalz, Kokos oder Palmfette, gehärtete Fette…)
  • Die Mengen an Fleisch, Wurst und Eiern begrenzen
  • Wenn Fleisch, dann magere Stücke bevorzugen (Geflügel, Kalb, Schwein, Wild… ±150 g Rohgewicht), rotes Fleisch nur 2-3mal wöchentlich verzehren, gemischtes Hackfleisch und Innereien vermeiden
  • Den Verzehr von Fisch erhöhen (2x/Woche), besonders fettreiche Fische wie Hering, Lachs, Makrele, Thunfisch…)
  • Magere Wurst- und Fleischwaren bevorzugen, z.B. Geflügelwurst, magere Schinken, Roastbeef, kalter Braten… und öfters auf vegetarische Alternativen zurückgreifen
  • Fettarme Zubereitungsmethoden wählen: Garen in der Alu- oder Bratfolie (Bratbeutel), im Tontopf oder Mikrowellengerät, Braten in beschichteten Pfannen oder in einer mit Brat-Papier ausgelegten Pfanne. Fritierte und panierte Speisen vermeiden
  • Regelmäßig Milch- und Milchprodukte mit niedrigem Fettgehalt (1,5%) trinken und essen. Käsesorten unter 40% Fett bevorzugen.
  • Weniger häufig Süßwaren verzehren wie Schokoriegel, Pralinen, Konfekt, Cremekuchen und Fettgebackenes, sie enthalten reichlich ungünstige Fette und Kalorien. Lieber hochwertige, zartbittere Schokolade, am besten mit hohem Kakaoanteil geniessen.
  • Öfters auf Ölfrüchte (Oliven, Avokado…), Samen und Nüsse aller Art zurückgreifen, sie enthalten wertvolle Fette


Neben einer fettmodifizierten Ernährung, d.h. weniger tierisches Fett und Cholesterin und mehr pflanzliche Fette mit ungesättigten Fettsäuren (besonders Omega3-Fettsäuren) gehören auch täglich viel Gemüse (möglichst als Salat oder Rohkost zubereitet), Hülsenfrüchte, Kartoffeln Vollkornprodukte und frisches Obst zu einer gesunden Ernährung.


Wichtig: Gewicht reduzieren


Wenn Sie an Übergewicht leiden, kann die Umstellung der Ernährung gleichzeitig helfen den überflüssigen Pfunden zu Leibe zu rücken. Durch eine Reduktion des Übergewichtes kann die Konzentration des schützenden HDL-Cholesterins im Blut erhöht werden.


Regelmäßig Sport treiben


Auch regelmäßige körperliche Aktivität ist sehr wichtig. Regelmäßiger Sport bewirkt eine Erhöhung des HDL-Cholesterins. Am günstigsten sind Sportarten, die die Ausdauer trainieren (z.B. Joggen, Radfahren oder Schwimmen).


Eine weitere Hilfe: Medikamente


Bei einer angeborene Störung des Fettstoffwechsels oder wenn der Cholesterin-spiegel trotz einer konsequenten Ernährungsumstellung nicht ausreichend sinkt, können cholesterinsenkende Medikamente nachhelfen.

Die Einnahme von Medikamenten ist aber keinesfalls ein Ersatz für die Umstellung der Ernährung. Eine fettmodifizierte Ernährung ist und bleibt die wichtigste Maßnahme, um den Cholesterinspiegel und damit das Atheroskleroserisiko zu senken.


zusammengestellt von Sylvie Paquet

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